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Griechenland ist das Land mit den meisten Rauchern. 37 % aller Griechen rauchen und nur ein paar wenige von ihnen wechseln zur E-Zigarette.

Ein hohes Gericht in Griechenland hatte Ende März entschieden, dass E-Zigaretten gesetzlich gleich gestellt werden sollten mit Tabakzigaretten. Das bezieht sich insbesondere auch auf die Beschränkungen zum Dampfen in der Öffentlichkeit und Werbung. Der Verband der Unternehmen für elektronische Zigaretten Griechenlands legte zwar Einspruch ein gegen das Gesetzesvorhaben. Der oberste Verwaltungsgerichtshof Griechenlands wies diesen jedoch zurück. Daher sollten die Beschränkungen und Verbote für Tabakzigaretten und gleichermaßen auch für elektronische Zigaretten gelten. Damit werden Griechenlands Gesetzgeber wohl Beschränkungen und Verbote für die Werbung, den Verkauf und die Verwendung von regulären Zigaretten und Tabakwaren (Rauchverbot an öffentlichen Orten, Transport usw.) einführen und Strafen bei Zuwiderhandlung durchsetzen.

Der griechische E-Zigaretten-Verband beharrte darauf, dass das Verbot von E-Zigaretten an öffentlichen Plätzen und in der Werbung sich nachteilig auf die Wirtschaft auswirken werde. Ferner wurde darauf hingewiesen, dass die verfassungsrechtlich geschützte wirtschaftliche Freiheit der im Markt für elektronische Zigaretten Beschäftigten und die verfassungsrechtlichen Grundsätze der Gleichheit und der Verhältnismäßigkeit verletzt würden. Der Verband setzte alles gegen die Entscheidung ein. Er bezog sich auch auf internationale wissenschaftliche Beweise und Forschungsergebnisse. Demnach würde, im Gegensatz zu klassischen Tabakzigaretten, keine Gefahr für die menschliche Gesundheit von elektronischen Zigaretten ausgehen.

In Griechenland gibt es schon lange recht strenge Anti-Raucher-Gesetze. Allerdings scheinen sich die griechischen Raucher nicht darum zu scheren und sehen es als eine „kulturelle Schlechterstellung“. Bürger, Nichtregierungsorganisationen, das Gesundheitswesen und EU-Beamten kritisieren zudem die mangelnde Durchsetzung in der Praxis.

Bei der Umsetzung der EU-Anti-Rauchergesetze hinken einige Länder noch hinterher. Nicht verwunderlich – Griechenland ist eines dieser Länder. In einem Interview mit EURACTIV sagte der griechische Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis auch, dass die Anti-Raucher-Gesetzgebung „wenig Wert habe, wenn sie nicht richtig umgesetzt werde“.

Quelle

https://www.euractiv.com/section/health-consumers/news/greek-court-says-e-cigarettes-do-not-differ-from-traditional-smoking/?utm_term=Autofeed&utm_campaign=Echobox&utm_medium=Social&utm_source=Twitter#link_time=1522406697

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