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Am 23.03.2018 war nachmittags ordentlich was los in Saarbrücken – genauer gesagt, im Arbeitsamt. Sage und schreibe 60 Beamte der Polizei, des SEKs und dann noch ein paar obligatorische Rettungskräfte sowie der Notarzt trafen am Arbeitsamt ein. Eine Übung? Nein, viel spannender und doch banal.

Eine Zeugin hatte wohl einen bewaffneten Mann erkannt, der in das Gebäude gegangen ist. Darauf hatte sie die Polizei verständigt. Was dann an lief, zeigt, wie gut unsere Einsatzkräfte funktionieren. Innerhalb kurzer Zeit waren die Beamten vor Ort, das Gebiet wurde großräumig abgesperrt, das Gebäude umstellt und die SEK-Beamten zogen ihre Montur an.

Die Lage wurde vom Einsatzleiter abgeklärt, ein paar Menschen evakuiert und dann griff die Polizei zu. Der junge Mann mit der Waffe wurde von der SEK im Haus gefunden und flux dingfest gemacht. In Handschellen abgeführt, wusste der Mann gar nicht, was ihm da geschieht und war selbstredend völlig überrascht. Er wurde von schwer bewaffneten Einsatzkräften abgeführt weil, obwohl er keinerlei Waffen bei sich trug.

Aufklärung erfolgt erst auf dem Polizeirevier. Dort wurde der junge Mann befragt. Er stellt sich heraus, dass er sich zum Arbeitsamt ging um die Betreuungseinrichtung für Jugendliche, die in demselben Gebäude zu besuchen. Just in dem Moment hatte die Zeugin, eine Angestellte im Jobcenter, ein „längliches Gerät am Hosenbund“ des Mannes für eine Waffe gehalten und entsprechend gehandelt. Sie lag ganz daneben mit ihrer Beobachtung – es handelte sich dabei lediglich um seine Dampfe. Daher wurde er natürlich wieder freigelassen – aber erst nach dem Verhör. Gegen 18.30 Uhr kehrte in der Saarbrücker Innenstadt dann wieder die Normalität ein. Die Polizeikräfte, die aus dem ganzen Saarland zusammengezogen worden waren, durften entspannt nach Hause fahren. Unglaublich, aber wahr. Den Nachmittag an dem die Dampfe für eine Waffe gehalten wurde, wird in Saarbrücken vermutlich so schnell nicht vergessen werden.

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