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Und wieder eine Studie! Diese unendliche Geschichte etwas widerlegen zu müssen, das sich von vornherein schon seltsam anhört – die Einstiegs- oder Gateway-Theorie. Immer wieder kommen Bedenken auf, dass die Jugend sich von der E-Zigarette zum Glimmstängel orientiert. Eine neue Studie nutzt nun Daten aus der 2016 durchgeführten Aktion “Rauchen und Gesundheit Großbritannien Jugend Längsschnittstudie”, und befragte junge Menschen zwischen 11 bis 18 Jahren. Hintergrund dazu waren Bedenken, dass in 3 Jahren 5,6 % mehr britische Jugendliche vermehrt das Dampfen ausprobieren. Die 2016er-Studie fand jedoch bereits heraus, dass das zwar korrekt ist. Allerdings waren das alles nur Gering-Dampfer, die nicht lange dabeiblieben.

Andere Querschnittstudien ergaben, dass junge Menschen, die Dampfen, eher mit dem Rauchen anfangen, es vorhaben oder und anfälliger dafür sind als solche, die gar nicht dampfen. Anderseits geht der Trend ganz klar in die Richtung, dass Raucher und Ex-Raucher unter den jungen Briten eher E-Zigaretten nutzen als Nichtraucher. Von daher ist es schon schwierig festzustellen, ob überhaupt ein Zusammenhang vorliegt. Es ist wahrscheinlich, dass ein ganz anderer Faktor dahintersteckt, der sowohl für das Rauchen als auch für den E-Zigaretten-Konsum verantwortlich ist. Aufgrund vieler anderer Studien verdächtigen die Forscher eher bestimmte psychosoziale Prozesse, die zu einer Anfälligkeit für jeglichen Drogenkonsum führen.

Dr. Konstantinos Farsalinos sagte zusammenfassend in einem Statement:
“Eine sehr wichtige neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der E-Zigarettenkonsum sowohl auf zukünftiges Rauchen hindeutet als auch eine Folge des Rauchens ist. Damit wird der ursächliche Zusammenhang zwischen E-Zigarettenkonsum und Rauchen eindeutig widerlegt, da ein Risikofaktor (E-Zigarettenkonsum) nur dem Ergebnis (Rauchen) vorhergehen kann. Wenn auch das Gegenteil der Fall ist, dann gibt es keine Verbindung zwischen dem Risikofaktor und dem Ergebnis…
Um es zu verstehen, denken wir beispielhaft an Cholesterin und Herzinfarkt. Cholesterin ist ein Risikofaktor, weil ein hoher Cholesterinspiegel Herzinfarkte verursacht, aber Herzinfarkte können nicht zu einem hohen Cholesterinspiegel führen!”

Quelle

https://www.facebook.com/IGEDeV/posts/1532222366886957 http://www.jahonline.org/article/S1054-139X(17)30903-5/fulltext

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