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Ein Sieg für die Branche – die Münchner Liquid-Produzenten gehen gerichtlich gegen geschäftsschädigende Darstellungen in einer Doku Soap vor.

Das Image der E-Zigarette in Deutschland ändert sich langsam aber stetig. Der Beweis dafür ist das erfolgreich Vorgehen von Happy Liquid gegen eine sachlich falsche Darstellung in einer Folge von „Auf Streife“.

Worum geht es?

E-Zigarette in der Pseudo-Doku

Am Donnerstag, den 26.10.2017 sendete SAT1 eine Folge der Doku Soap „Auf Streife – Die Spezialisten“. Wer gelegentlich das Programm des Senders anschaut, weiß, dass es sich hier um eine Pseudo-Dokumentation handelt, die angeblich auf echten Fällen aus dem „wirklichen“ Leben beruht. Tatsächlich werden aber die Zuschauer mit wohlfeilen Vorurteilen angelockt, denn hohe Einschaltquoten bedeuten für den Sender natürlich auch hohe Werbeeinnahmen.

Drogen im Liquid – zumindest bei SAT1

Im vorliegenden Fall bedienten die Macher offenbar Fehlannahmen über die E-Zigarette. Geschildert wurde der Fall zweier Jugendlicher, die sich mit Legal High Drogen im Liquid extrem gesundheitsgefährdend zugedröhnt hatten und so den Anlass für einen (spannenden) Rettungseinsatz lieferten.

Nicht jedes Liquid macht gefährlich happy

Das Problem für den Sender: Nach dem Skript stellen die Rettungskräfte bei einem der Jugendlichen eine E-Zigarette und ein Fläschchen Liquid sicher, das als „Happy Liquid“ bezeichnet wird. Der Darsteller erläutert weiterhin im Brustton der Überzeugung, dieses Liquid enthalte generell gefährliche, amphetaminähnliche Drogen!

Eine Videodarstellung von Vape Scene Investigation gibt es hier.

Und bumm!

Noch am selben Abend gingen bei Happy Liquid in München Hinweise von Konsumenten ein, die das Unternehmen über diese Darstellung informierten. Der Clou an der Sache ist, dass gerade Happy Liquid als deutscher Hersteller für einen hohen Qualitätsstandard seiner Erzeugnisse bürgt. Kein Wunder, die Firmengründer sind ein Arzt und ein Apotheker!

Die Folge: eine Unterlassungserklärung

Nun ist Happy Liquid zwar ein mittelständischer Betrieb, aber dabei kein kleiner Fisch. Das renommierte Unternehmen entspricht ganz und gar nicht dem Image eines Hinterhofschuppens, in dem geheimnisvolle und vielleicht auch nicht ganz legale Substanzen zusammengepanscht werden. Die Rechtsabteilung der Firma reagierte prompt und bereits am folgenden Montag bekam SAT1 eine Unterlassungserklärung zur Unterzeichnung zugestellt.

Ein erfreulicher Sieg für Happy Liquid

Der Sender ging mit der Unterzeichnung der Unterlassungserklärung einer gerichtlichen Auseinandersetzung aus dem Weg. Die Sendung wurde obendrein aus der Mediathek von SAT1 entfernt, und zwar komplett – obwohl sie auch andere Beiträge enthielt. Das Erfreuliche daran ist, dass das Unternehmen Happy People GmbH sich als präsent und stark genug erwiesen hat, einen Mediengiganten mit Milliardenumsatz in die Defensive zu drängen. Definitiv ein Zeichen für einen Sinneswandel, was die Einstellung zur E-Zigarette und zum Liquidkonsum angeht, aber auch dafür, dass die Dampferbranche mittlerweile ein ernstzunehmendes Marktsegment darstellt, das sich Gehör verschaffen kann.

Mit einem Blumenstrauß und tränenreichen Entschuldigungen ist wohl nicht zu rechnen, aber es ist anzunehmen, dass der Fall Happy vs. SAT auch von anderen Medien bemerkt und notiert worden ist!

Quellen

– https://www.youtube.com/watch?v=oUBU6jACF-I&t=21s – https://www.vapers.guru/2017/10/31/happy-liquid-geht-gegen-sat1-vor/

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