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Mit der Umsetzung der Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU, die zum 20. Mai 2016 in das nationale Recht (Tabakerzeugnisgesetz und -verordnung) eingefügt wurde, müssen Hersteller nun deutlich mehr Informationen übermitteln und das gilt auch für E-Zigaretten und Liquids. Alles schön und gut – aber was haben wir Dampfer davon?

Neue EU-Richtlinie in Kurzform – darum geht’s hier

Hier einmal eine kurze Klarstellung, was bezüglich E-Zigaretten hinter der neuen EU-Richtlinie steckt: Alle Hersteller oder Importeure von E-Zigaretten und dazugehörigen Nachfüllbehältern müssen Informationen an ein EU-weit einheitliches elektronisches Portal, an die Europäische Kommission melden. Ziel dahinter: EU-weit können Produkte registriert werden die im Umlauf sind und Produktinformationen elektronisch und in einheitlicher Form an alle zuständigen Behörden weitergeleitet werden. Die EU ist dabei nur Sammelbehörde, überprüfen tun die Länder – und das auch nur stichprobenartig.

Der EU sind insbesondere die genauen Produktangaben und Verkaufsmengen sehr wichtig. Hersteller oder Importeure von E-Zigaretten müssen daher einmalig Angaben wie Rezeptur, toxikologische Daten und Nikotindosis/-aufnahme jedes Produktes melden. Natürlich ist das auch mit Fristen verbunden: E-Zigaretten, die bisher noch nicht auf dem Markt waren, müssen mindestens 6 Monate vor ihrer Vermarktung gemeldet werden. Wenn sich danach nie was ändert, gibt es nichts weiter zu tun, als einmal jährlich die Verkaufsanteile, Verbrauchervorlieben und Trends der jeweiligen Produkte zu melden. Dahinter steckt, dass die Behörden der Mitgliedsstaaten den E-Zigarettenmarkt besser beobachten können und ggfs. hinsichtlich Nichtraucherschutz und Jugendschutz reagieren können.

Fazit

Wir Dampfer haben leider nur indirekt etwas von der neuen Richtlinie. Nun gut, sie steckt die Rahmenbedingungen des Erlaubten und schützt uns damit vor möglichen Scharlatanen oder wirklich gesundheitsgefährdeten Substanzen. Aber es wäre wirklich schön, wenn wir uns informieren könnten, ob wir ein nicht registriertes und damit möglicherweise gesundheitsschädliches Produkt kaufen – oder nicht? Es ist wohl leider so, dass wir Verbraucher keinen direkten Einblick darüber erhalten. Unter diesem Link wird noch mal alles schön erklärt und sogar eine kleine Hilfe angeboten. Vielleicht gibt’s ja doch eine Möglichkeit – Probieren geht über Studieren:

http://ec.europa.eu/germany/news/neue-tabak-regeln-gelten-allen-eu-l%C3%A4ndern_de

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

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