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Heute ist Weltnichtrauchertag. Diesmal unter dem Motto „Rauchen kostet. Nichtrauchen kostet nichts.“

Inwieweit lassen sich anlässlich des diesjährigen Weltnichtrauchertages Aussagen treffen, die die Situation der Dampfer-Community und die Verschiebung der Prozentigkeiten vom Rauchen zum Dampfen betreffen?

Eins ist sicher – es wird weniger geraucht

Der Zigarettenkonsum geht zurück

In den letzten 15 Jahren hat sich der Umsatz der Zigarettenindustrie halbiert. Maßnahmen wie Jugendschutz und Rauchverbot, Preis- und Steuererhöhungen und auch die Gruselbilder auf den Zigarettenpackungen zeigen Wirkung. Immer weniger Menschen greifen zu immer weniger Zigaretten. Die Industrie rechnet mit weiteren Rückgängen von 1 – 2 % pro Jahr.

Dampfer sind mehrheitlich Ex-Raucher. Naja, fast…

„50% der Befragten haben schon mit Hilfe von Nikotinersatzprodukten versucht, den Tabakkonsum zu beenden. Der Wunsch, das Rauchen von Tabakprodukten zu beenden, bzw. eine Alternative zum Rauchen zu haben und die Vorstellung, dadurch positive gesundheitliche Veränderungen herbeizuführen, war die Hauptmotivation für den Umstieg auf E-Zigaretten. Im Vordergrund stand dabei nicht, kein Nikotin mehr zuzuführen. E-Zigaretten-Konsumierende fühlen sich insgesamt gesünder, vor allem mit dem Rauchen assoziierte gesundheitliche Probleme, wie Husten,   geringe   Kondition,   aber   auch eine   schlechte   Hautbeschaffenheit haben   sich verbessert. Diese Veränderungen wurden bedeutsam häufiger von ehemaligen Rauchenden als von Dual Konsumierenden berichtet. Weitere positive Aspekte, die mit dem Umstieg verbunden   sind,   sind eine   Verbesserung   des   Geruchs- und   Geschmackssinns, keine Belastungen des sozialen Umfelds durch Passivrauch oder Gerüche in Kleidung und Wohnung   und   eine deutliche Kostenersparnis.   Im   Vergleich   zum   Rauchen   von Tabakprodukten wird der Konsum von E-Zigaretten als wesentlich gesünder eingeschätzt sowie das Abhängigkeitspotential als sehr viel niedriger. Die körperliche Abhängigkeit, gemessen mit dem modifizierten Fagerström-Test ergab einen niedrigen bis mittleren Wert von 2,6 Punkten (max. 7 Punkte).

Personen, die E-Zigaretten nutzen, vorher jedoch noch nie geraucht haben, weisen keine körperliche Abhängigkeit auf, konsumieren aus hedonistischen Gründen und zu 50% ohne Nikotin.“

Zur Analyse: Konsumgewohnheiten und Motive von E-Zigaretten-Konsumenten in Deutschland

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass das Dampfen „gerade für langjährige, starke Raucher eine Alternative zum Tabakkonsum“ darstelle.

Ein Sinneswandel auch in Deutschland?

Es ist natürlich noch zu früh, sich zu freuen und von einem grundsätzlichen Sinneswandel in der deutschen (Gesundheits-)Politik auszugehen. Gerade mal zwei Jahre ist es her, als das Aktionsbündnis Nichtraucher und die Deutsche Krebshilfe das internationale Motto des Weltnichtrauchertages 2015 – nämlich den Kampf gegen illegale Tabakmärkte – torpediert und im Alleingang zur Hexenjagd auf die E-Zigarette und die E-Shisha aufgerufen haben.

Inzwischen hat sich die Dampfergemeinschaft formiert und artikuliert. Studien wie die o.g. sorgen dafür, die böse „Einstiegsdroge“ E-Zigarette aus anderen, hoffentlich neutraleren Blickwinkeln zu betrachten. Allerdings kommt es immer wieder zu Konfliktpotential in Einzelbereichen, wie der Streitfrage um die Verbannung des Menthols – ein Problem, das bei der Zigarette seine Berechtigung hat, bei der Dampfe jedoch nicht, hier werden allerdings (unterstellen wir mal Unkenntnis) einfach Äpfel und Birnen verglichen.

Bewusstsein schaffen für die E-Zigarette

Dampfer müssen einfach weiterhin möglichst wortreich – und natürlich fundiert – ihren Standpunkt vertreten. In den kommenden Jahren ist es wünschenswert, weitere Studien zum Langzeitgebrauch der Dampfe zu betreiben, sowohl an (ehemaligen) Langzeitrauchern als auch an neuen Nutzern, die vorher nie Zigaretten geraucht haben.

Dass es erste Bemühungen gibt, lässt hoffen!

(Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/422985/umfrage/umfrage-zum-umstieg-auf-e-zigaretten-in-deutschland/ )

Diejenigen, die nach einer langen Raucherlaufbahn den Glimmstängel wegschmeißen, oder nur noch selten zur Zigarette greifen, sind nach einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums zu 95% ehemalige Raucher. Diejenigen die seit langer Zeit der Dampfe die Treue halten, sind relativ wenige, aber die Zahl der neuen Nutzer nimmt ständig zu.

Da die E-Zigarette ihre Wirkung nicht durch Verbrennung erzielt und obendrein längst nicht immer nikotinhaltige Liquids gedampft werden, kann man sagen, dass die Dampfe sehr viel weniger gesundheitsschädlich ist als Zigarettenrauch. Eine Übersicht über den Schadstoffgehalt im Vergleich gibt die folgende Grafik:

Für Raucher, die es bislang nicht geschafft haben, von ihrem Laster zu lassen, ist die E-Zigarette, vor allem wenn sie teilweise mit nikotinfreien Liquids gedampft wird, eine teilweise lebensrettende Maßnahme.

Eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums in einer Testreihe zum Thema Drogen und Sucht konstatiert über die E-Zigarette:

Quellen:

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