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Verunsicherung über die Auswirkungen der neuen Verordnung

Nachdem im Mai 2016 bereits die TPD2 in Kraft getreten ist, wird sich auf dem Markt für Dampfe und Liquids einiges ändern. Eine Übergangsfrist regelt die Umstellung.

Bis zum 20.11.2016, also für weitere sechs Monate, durften Erzeugnisse produziert werden, die nicht gesetzeskonform waren. Für weitere sechs Monate, bis zum 20.5.2017, dürfen diese Erzeugnisse gehandelt werden. Man räumt Erzeugern und Händlern also Gnadenfristen für den Abverkauf von Lagerbeständen ein. Ab dem 20.Mai gilt die TPD2 in vollem Umfang.

Allerdings stellt die Verordnung kein Verbot dar, sondern reguliert lediglich den Verkauf.

Wichtig für die Dampfer:

  • Die Abgabegrößen der Liquids werden reguliert – 20ml-Flaschengröße für nikotinfreie, 10 ml für nikotinhaltige Produkte.
  • Inhaltsstoffe müssen umfangreich angegeben werden, bestimmte Aromen, wie Menthol, stehen auf dem Prüfstand.
  • Neue Hardware, Liquids oder Aromen müssen sechs Monate vor der Markteinführung angemeldet werden.
  • Es gibt ein generelles Werbeverbot.

Der Besitz ist davon nicht betroffen – alle älteren, früher gekauften Produkte bleiben völlig legal im Besitz des Dampfers – so die Lage in Deutschland.

Und wie sieht es im Ausland aus?

Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob man als Dampfer nunmehr im Ausland einkaufen und Produkte mit heim nehmen darf, die beispielsweise die oben angegebenen Flaschengrößen überschreiten. Das kann man versuchen, geht aber das Risiko ein, dass der deutsche Zoll dann zugreift, denn: diese Produkte dürfen ja nicht mehr nach Deutschland verkauft werden.

Außerdem ist das Dampfen im Ausland an sich nicht immer einfach. Im europäischen Ausland ist das Dampfen zwar reguliert, aber nicht verboten. Lediglich in Österreich und Polen gibt es einen Onlinehandel-Bann, der Verkauf in Fachgeschäften ist allerdings erlaubt. Kritischer ist es im außereuropäischen Ausland. In der arabischen Welt und in Asien sind E-Zigaretten oft komplett verboten, wie in Dubai, Jordanien, Qatar, oder aber nur nikotinfreie Liquids erlaubt, beispielsweise in Japan. Ähnlich sieht es in Süd- und Mittelamerika aus: Länder mit einer hohen Tabakproduktion verbieten die Dampfe generell, so Argentinien und Mexiko. Hier sollten sich Urlauber überlegen, ob sie überhaupt das Dampfzubehör mitführen, wenn sie Ärger schon bei der Einreise vermeiden wollen.

In den U.S.A. und Kanada ist das Dampfen erlaubt und unterliegt lediglich den Bestimmungen, die auch auf das Rauchen angewendet werden.

Wie man sieht, gibt es innerhalb Europas weitestgehend funktionierenden Handel, auch Online-Handel und im wesentlichen freien Gebrauch der E-Zigarette.

Ob dies so bleibt? Das wollen wir hoffen.

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