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Dampfer mögen Aromen – und das Angebot ist so vielfältig wie die Vorlieben der Dampfer. Ein Thema, das immer wieder aufgegriffen wird: Die Beimengung von Triacetin in Aromen.

Kurz gefragt – Was ist Triacetin?

Bei Triacetin handelt es sich um eine farblose Flüssigkeit, einen Ester, der mit Ethanol, Diethylether oder Chloroform mischbar und auch ein wenig wasserlöslich ist. Tracetin ist ein Weichmacher! Und Weichmacher sind mit Vorsicht zu genießen. Sie sind, so das Bundesumweltamt,

„Stoffe, die spröden Materialien zugesetzt werden, um sie weich, biegsam oder dehnbar zu machen, damit sie einfacher zu bearbeiten sind oder bestimmte Gebrauchseigenschaften erreichen. Sie sind in großen Mengen in Kunststoffen, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Dichtungsmassen, Kautschuk- und Gummiartikeln sowie in Klebstoffen enthalten“

Klingt erstmal nicht so lecker, oder? Wie das Amt uns außerdem wissen lässt, können Weichmacher aus dem Material austreten. Nun, das wissen wir Dampfer schon, deshalb die Aufregung um den Triacetinzusatz, denn Triacetin greift die Makrolontanks älterer Verdampfer an. Die aufgelösten Bestandteile des Makrolons gelangen dann ins Liquid und von dort aus in die Lunge.

Nun geht die Argumentation dahin, dass man ja a) gar nicht sicher sein kann, dass Triacetin an und für sich schädlich ist. Es ist immerhin als Lebensmittelzusatzstoff in Kaugummis oder für Lebensmittelaromen erlaubt. Und b) Makrolontanks ja sowieso Schnee von gestern seien. Neuere Modelle verfügen alle über einen Glastank. Studien zur Gefährdung durch Triacetin bis hin zur Erkrankung an Bronchitis, der sogenannten Popcorn-Lunge, werden von manchen Bloggern als unfundierte Panikmache bezeichnet.

Alles nur Panikmache?

Nur: Was soll das Triacetin überhaupt im Liquid? Wenn wir für unsere Kinder Plastikspielzeug kaufen, achten wir darauf, dass das Material keine Weichmacher enthält. Wir selbst sollen uns aber Aromen reinziehen, bei denen wir eben nicht sicher sind, ob sie uns schaden? Die klare Aussage des Global forum on nicotine: Diacetin und Triacetin sind Stoffe, die nicht in Liquids gehören. Und selbst wenn die Substanz für Kaugummi und Lebensmittelaromen zugelassen sind, heißt das gleich, dass sie für das Dampfen, also inhalieren geeignet sind? Erinnern wir uns doch mal, dass vor langer Zeit die Vertreter der Tabakindustrie unter Eid ausgesagt haben, dass Rauchen nicht gesundheitsschädlich sei.

Warum sollen wir das Risiko überhaupt eingehen?

Wer die Beimengung von Triacetin in Kauf nehmen will, sollte zumindest das Recht haben, zu wissen, dass er dies tut. Die vielen anderen, die ausschließlich Propylenglykol, Glyzerin, Aromen und vielleicht Wasser in ihrem Liquid bevorzugen, wollen erst Recht sicher sein, dass sie nicht die Katze im Sack kaufen. Ein Lösungsvorschlag: Wann immer ihr auf Angebote von Aromen stoßt, die Triacetin enthalten, nennt den Shop und das Produkt in einem Forum seiner Wahl. Wenn ihr nicht sicher seid, schreibt den Betreiber an und fragt nach. Die Foren können spezielle Infothreads zum Nachschlagen unterhalten. Postet eure Triacetin-Funde, frei von Angriffen oder Aggression, damit man sich sachlich informieren kann, welche Shops solche Produkte anbieten. Anschließend kann immer noch jeder selbst entscheiden. Und die Händler, die triacetinhaltige Aromen vertreiben, werden hoffentlich die Konsequenzen ziehen, wenn der Umsatz solcher Produkte zurückgeht. Auf diese Weise können wir hoffen, unsere E-Zigarette so genießen zu können, wie wir es mögen. Nämlich frei von Zutaten, die nicht ins Liquid gehören.

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